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Digitales Didaktisches Design

Der Einsatz digitaler Medien beim Lehren und Lernen verändert die Erwartungsstrukturen von Dozierenden und Studierenden in sachlicher, zeitlicher und sozialer Hinsicht. Gemeint sind damit Erwartungen darüber, was als Lerngegenstand gilt, wie Lernprozesse zeitlich und räumlich organisiert sind und welche Verantwortung Dozierende und Studierende jeweils übernehmen. Diese Veränderungen beeinflussen nicht nur den Lernprozess, sondern stellen auch Fragen an das didaktische Selbstverständnis der Beteiligten. In SOL-Kursen im virtuellen Lernraum zeigen sie sich besonders in raumzeitlicher Hinsicht sowie in einer geteilten Verantwortungsübernahme für den Lernprozess.

Damit Dozierende diese Veränderungen bei der Gestaltung von Lerngelegenheiten berücksichtigen und bewusste didaktische Entscheidungen treffen können, hat die Digital Learning Base (DigiLeB) drei Orientierungshilfen entwickelt. Das Digitale Didaktische Design beschreibt die grundlegenden Aspekte und Elemente einer Lerngelegenheit im virtuellen Lernraum. Die Digitale Didaktische Orientierungsmatrix unterstützt ausgehend von einem kompetenzorientierten Lernziel bei der Wahl eines passenden didaktischen Basisszenarios für die Lerngelegenheit. Das Digitale Didaktische Dreieck schliesslich hilft bei der konkreten Ausgestaltung derselben.

Digitales Didaktisches Design

Das Digitale Didaktische Design rückt als Orientierungshilfe die Lernorientierung ins Zentrum des digital gestützten Lernens. Es steht für eine Prozessgestaltung, die die Bedingungen des digital gestützten Lernens kontinuierlich an pädagogisch-didaktischen Zielen ausrichtet. Dozierende entwickeln dazu Digitale Didaktische Designs, die zentrale Elemente einer Lerngelegenheit über Planung, Durchführung und Reflexion hinweg miteinander verbinden. Ziel ist es, Studierende im virtuellen Raum zu aktivieren und bedarfsgerecht zu begleiten.

Digitale Didaktische Orientierungsmatrix

Die Digitale Didaktische Orientierungsmatrix ist eine Orientierungshilfe, mit der didaktische Szenarien im virtuellen Lernraum entlang zentraler Dimensionen der Digitalität erkundet werden können. Die Matrix unterscheidet die Dimensionen Digitalisierung, Referenzialität, Kollaborativität und Gemeinschaftlichkeit und macht sichtbar, wie sich der kommunikative Möglichkeitsraum des Lehrens und Lernens jeweils erweitert. Daraus ergeben sich vier typische Basisszenarien des digital gestützten Lernens: selbstorganisiertes, individualisiertes, kollaboratives und informelles Lernen.

Digitales Didaktisches Dreieck

Das Digitale Didaktische Dreieck ist eine Orientierungshilfe für die konkrete Ausgestaltung eines Basisszenarios. Es richtet den Blick auf drei zentrale Aspekte jeder Lerngelegenheit: Struktur, Kultur und Medien.

Die Pole des Dreiecks markieren die strukturellen Dimensionen einer Lerngelegenheit: die Sachdimension (Was?), die Raumzeitdimension (Wo? Wann?) und die Sozialdimension (Mit wem?). Die Kanten verweisen auf die kulturelle Ausgestaltung des Lernens und machen unterschiedliche Verständnisse von Ziel- und Stoffkultur, Lehr- und Lernkultur sowie Dialog- und Unterstützungskultur sichtbar.

Der Medienaspekt ergänzt diese Perspektiven, indem er die Funktionen digitaler Medien in den Blick nimmt. Er unterscheidet sechs zentrale Medienfunktionen – Darstellung, Organisation, Austausch und Kollaboration, Produktion, Übung und Beurteilung – und unterstützt so die gezielte Auswahl und den Einsatz geeigneter Medien im digital gestützten Lehren und Lernen.



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